Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


yoga:zum_nachdenken

Yoga und Leben - Texte zum Nachdenken

Die Kunst, im Einklang mit der Natur zu leben

Der Frühling - Aus dem Gelben Kaiser

Huangdi sagte:

Die drei Frühlingsmonate bringen neues Leben in alle Dinge der Natur. Es ist die Zeit der Geburt. Es ist die Zeit, in der Himmel und Erde wiedergeboren werden.

Während dieser Jahreszeit ist es ratsam, sich früh zurückzuziehen. Steht auch früh auf, macht einen Spaziergang und nehmt die frische, stärkende Energie in euch auf.

Margaritten

Da der Frühling die Jahreszeit ist, in der die kosmische Energie von neuem einsetzt und sich verjüngt, versucht, diese Aufbruchstimmung nachzuempfinden, indem ihr körperlich und gefühlsmäßig offen und unbelastet seid.

Auf physischer Ebene ist es förderlich, den Körper zu ertüchtigen und locker sitzende Kleidung zu tragen. Es ist die Zeit für Dehnungsübungen, die Sehnen und Muskeln lockern.

Auf emotionaler Ebene ist es förderlich, Gleichmut zu entwickeln, denn der Frühling ist die Jahreszeit der Leber. Schwelgt ihr in Zorn, Frustration, Depression, Traurigkeit oder in irgendeiner anderen Emotion, schädigt ihr die Leber.

Handelt ihr gegen die natürliche Ordnung des Frühlings, so führt das zu einer Krankheit der Kälte, einer Krankheit, die durch eine klimatische Kälte mitten im Sommer bedingt ist.

Aus dem Neiijing – Der gelbe Kaiser geht auf Huangdi 2600 v. Chr. zurück und gibt uns Einblicke in die traditionelle chinesische Medizin und durchaus nützliche Hinweise, unser Leben im Einklang mit der Natur zu gestalten


Erzeuge einen heiligen Raum in deinem Herzen

Trinke deinen Tee langsam und andächtig, als ob er die Achse ist, um die sich die Welt dreht - langsam, gleichmäßig, ohne in die Zukunft zu hetzen. (Thich Nhat Hang)

Stell dir diesen Raum vor. Wie fühlt es sich an? Wie fühlt es sich dagegen an, mechanisch Tee zu trinken.

Spürst du den Unterschied? Es ist grundsätzlich etwas anders und es ändert alles. Du änderst dich auf molekularer Ebene.

Schau dir deinen Tag an: Telefon, Email, Besprechungen, Aufgaben und Termine - dann ist der Tag vorbei. Es ist eine Verschwendung von Wundern, von einem Tag, der uns geschenkt wurde. Wie kann ich mich diesen Wundern öffnen?

Wo kann dein heiliger Raum sein?

  • Meditation, Yoga, Tee
  • Deinem Kind eine gute Nacht Geschichte vorlesen
  • Eine Tasse Tee und Gespräche mit deinem Ehepartner
  • ein täglicher Spaziergang
  • etwas kreatives tun
  • nach dem Winter deinen Garten aufräumen

Suche dir etwas davon aus und beginne noch heute.

Sei offen für das Schöne, für das du nur ein bisschen Zeit brauchst.

Nach einer Idee von Leo Babauta ⇒ zur Webseite von Leo Babauta


Die Gewohnheit zu beginnen

Der Hauptgrund, warum Menschen scheitern, eine neue Gewohnheit zu erlernen und zu festigen, besteht darin, dass sie es nicht schaffen, das neue Muster durchzuhalten.

Das scheint offensichtlich: Wenn du es nicht schaffst, ein Verhaltensmuster durchzuhalten, dann ist es nicht wirklich eine Gewohnheit. Was ist also die offensichtliche Lösung für das Problem? Finde einen Weg, es durchzuhalten.

Wenn du es auf diese Weise betrachtest, dann ist der Schlüssel zur Bildung einer Gewohnheit nicht wie viel du von dieser Gewohnheit jeden Tag machst (eine halbe Stunde üben, 1000 Wörter schreiben usw.) , sondern ob du es überhaupt machst. Deshalb ist der Schlüssel zum Erfolg, dass du überhaupt beginnst. Ich sags noch einmal: Der Schlüssel zum Erlernen einer Gewohnheit ist, dass man jeden Tag wieder beginnt.

Was meine ich mit beginnen? Wenn du die Gewohnheit zum Meditieren erlernen willst, dann musst du dich auf dein Kissen setzen - jeden Tag. Wenn du regelmäßig joggen willst, zieh deine Schuhe an und geh aus deiner Wohnung hinunter auf die Straße. Wenn du schreiben willst, setze dich an deinen Computer, schließe alle Anwendungen und starte den Editor und schreibe.

Lerne die Gewohnheit zu beginnen, und es wird dir leichter fallen, andere Gewohnheiten zu erlernen. Wie beginnst du, wenn du Widerstand spürst?

Die Gewohnheit zu beginnen erlernen ist leichter gesagt als getan, nicht wahr? Was passiert, wenn du aufwachst und so gar keine Lust hast Yoga zu machen oder zum Joggen hinauszugehen?

Werfen wir einen Blick darauf, warum du dich nicht bereit fühlst loszulegen. In der Regel sind es eine oder beide der folgenden Gründe.

  • Du bist bequem bei dem, was du gerade tust (wahrscheinlich gerade online lesen) und die neue Gewohnheit ist weniger bequem (sie ist anstrengend). Wir klammern uns an die Bequemlichkeit.
  • Es ist zu schwierig anzufangen - wir müssten für die neue Gewohnheit erst Geräte aus der Garage holen oder 20 Minuten zum Yogazentrum fahren oder Zutaten besorgen und so weiter.

Das sind die beiden wichtigsten Gründe, und eigentlich sind sie ein und das selbe.

Die Lösung besteht nun darin, es einfacher zu machen, mit dem neuen Muster zu beginnen. Ein paar Möglichkeiten das zu tun.

  • Konzentriere dich auf den kleinsten Schritt - nur auf den Start. Du musst etwas nicht fünf Minuten lang tun, sondern nur starten. Das ist so einfach, es ist schwerer, nein zu sagen.
  • Bereite alles vor, um leichter loslegen zu können. Wenn du Ausrüstung benötigst, stell sie bereit bevor du startest - am Abend zuvor, wenn du am Morgen etwas machen möchtest oder am Morgen, wenn du es nach der Arbeit tun möchtest. So gibt es kein Hindernis, wenn du beginnen möchtest.
  • Versuche dort zu beginnen, wo du gerade bist anstatt erst irgendwohin fahren zu müssen.
  • Wenn du schon irgendwohin musst, versuche es dort mit jemanden zusammen, den du dort triffst. Dann bleibst du wahrscheinlich nicht einfach zu Hause oder an deinem Arbeitsplatz, dann ist das Dorthin gehen schon der Anfang. Es wird funktionieren, weil es unangenehm für dich sein wird, einen Freund warten zu lassen.
  • Erzähle den Leuten, dass du den Start für deine neue Gewohnheit jetzt täglich für die nächsten 30 Tage üben wirst. Wenn du diese Art von Versprechen gibst, wird dich das motivieren loszulegen, und es wird unangenehm sein, nicht zu starten.
  • Beginne mit der einfachsten Version der Gewohnheit, so wird der Start dir leichter fallen. Wenn du dich entschließt, Bücher zu lesen, dann starte nicht mit James Joyce sondern vielleicht mit Grisham oder Stephan King oder wen auch immer du als leicht und funny zu lesen findest. Wenn du Yoga beginnen willst, dann starte nicht mit einer herausfordernden Sequenz, sondern mit einer einfachen Reihen von Sonnengrüßen.

Mach es dir so einfach wie möglich zu starten und schwer nicht zu starten. Sag dir, dass alles, was du machen musst ist, die Schuhe anzuziehen und aus der Tür zu gehen. Dann wird es schwierig werden, nein zu sagen. Wenn du erst begonnen hast, wirst du dich gut fühlen und wahrscheinlich wirst du weitermachen wollen (obwohl das nicht notwendig ist).

Der Start ist ein Sonnenaufgang: Ein Moment des Leuchtens, in dem Signale der Freude in dir sein werden. Lerne diesen Moment lieben und deine Probleme mit der neuen Gewohnheit werden wie die Nacht verschwinden.

Dieser Text ist eine freie Übersetzung des Artikels „The Habit of Starting“ von Leo Babauta. Du findest das Original unter ⇒ http://zenhabits.net/starting.


zurück nach oben ...

yoga/zum_nachdenken.txt · Zuletzt geändert: 2023/07/28 11:32 von birgit